Ausgrabungen in der Frauentorstraße 51

Frauentorstraße 51, Vermessungsarbeiten an den römischen Mauern

Beim Ausheben einer Kanaltrasse in der Frauentorstraße 51 kamen knapp unter der modernen Hofpflasterung neben Spuren spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Besiedlung auch die Überreste eines römischen Steingebäudes zum Vorschein. Außergewöhnlich war der für Augsburger Verhältnisse sehr gute Erhaltungszustand der römischen Tuffmauern, vor allem aber ihre Breite von 1,15 m.
Obwohl nur ein sehr kleiner Bereich dieses Gebäudes freigelegt werden konnte, ließen sich zwei mit Fußboden- und Wandheizung ausgestattete Räume nachweisen. Überreste von Wandmalereien und Bodenmosaiken weisen auf die gehobene Ausstattung der Räumlichkeiten hin. Aufgrund seiner massiven Mauern, muss es sich bei dem Bau um ein sehr hohes, möglicherweise mehrstöckiges und sehr wahrscheinlich öffentliches Gebäude gehandelt haben. Die Verwendung von ziegelmehlgemagertem und somit wasserundurchlässigem Mörtel, wie bei römischen Bädern üblich, könnte für eine Deutung als Therme sprechen. Hervorzuheben ist auch die prominente Lage direkt an der via claudia, der Hauptverkehrsachse von Süden nach Norden durch die Römerstadt.

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Mi, 17. Januar 2018, vhs-Führung: Pax Romana

14 Uhr: "Pax Romana – Frieden in Europa", Führung...

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Sa, 20. Januar 2018, Turnusführung: Römerlager

14 Uhr: Turnusführung in der Ausstellung...

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