Antike Überschwemmung beim Vincentinum

Als die Flut kam...

Teile des römischen Kindergrabmals kurz nach der Bergung: Inschriftenblock (vorne) und Bekrönung mit Pinienzapfen (hinten)

Wieder einmal war der Bau einer Tiefgarage Anlass zu archäologischen Untersuchungen.
Beim Neubau eines Gesundheitszentrums nahe des Alten Hauptkrankenhauses wurden dabei in über 3 m Tiefe unter der heutigen Oberfläche die Spuren einer antiken Flutkatastrophe freigelegt.
Etwa 200 m östlich der Hochterrassenkante lagen eingebettet im Lechkies verstürzte Mauerstücke und Kalksteinblöcke von römischen Grabbauten, die offensichtlich unterspült, umgestürzt und von einer Kiesbank verschüttet worden waren. Sie stammen von einer bisher völlig unbekannten römischen Nekropole östlich der Stadt. Zwischen den Steinquadern hatten sich angeschwemmte Wurzelstöcke von Erlen und Weiden verkeilt, die das Lechhochwasser mitgerissen hatte.
Ein Steinblock trägt eine lateinische Grabin schrift für zwei kleine Kinder, die achtjährige Burilla und den eineinhalbjährigen Burinianus. Ihr Vater Burius ließ das Grabdenkmal im 3. Jahrhundert n. Chr. aufstellen. Er war aus Thrakien (das heute Südbulgarien, Nordostgriechenland und den europäischen Teil der Türkei umfasst) nach Aelia Augusta gekommen.

Der Neufund ist damit ein weiterer eindrucksvoller Beleg sowohl für die hohe Mobilität im Römischen Reich als auch für die kulturelle Vielfalt im antiken Augsburg.

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Mi, 17. Januar 2018, vhs-Führung: Pax Romana

14 Uhr: "Pax Romana – Frieden in Europa", Führung...

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Sa, 20. Januar 2018, Turnusführung: Römerlager

14 Uhr: Turnusführung in der Ausstellung...

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