Römische Gräber und hochmittelalterliche Textilproduktion

Spätrömische Körperbestattung eines ca. 5 Jahre alten Mädchens mit Bronzearmreif am rechten Arm
Hochmittelalterliches Webbrettchen aus Knochen, Originalgröße ca. 2,6 x 2,7 mm.

Bei Ausgrabungen der Stadtarchäologie Augsburg am Ulrichsplatz 17 wurden seit August 2012 dichte archäologische Befunde der Römerzeit, des Hochmittelalters und der frühen Neuzeit freigelegt.
Die hier entdeckten spätrömischen Körpergräber gehören zum bereits gut erforschten spätrömisch-frühmittelalterlichen Gräberfeld bei St. Ulrich und Afra, das unmittelbar südlich angrenzt. Eine der Bestattungen war mit Speis- und Trankbeigaben ausgestattet, bei anderen fand sich Trachtzubehör.
Leider sind die meisten Gräber bereits im Hochmittelalter durch intensive Bodeneingriffe beseitigt worden.
Damals haben Textilhandwerker hier zahlreiche rechteckige Grubenhäuser ca. 1 bis 1,5m tief in den Boden gegraben. Darin standen jeweils mittig Webstühle aus Holz von denen nur die massiven Pfostenlöcher erhalten blieben.
Grubenhäuser eigneten sich vor allem für die Leinenweberei. Die hohe und konstante Luftfeuchtigkeit verhinderte, dass die leinenen Kettfäden brüchig wurden.
In einem dieser Grubenhäuser lag ein mit Ritzlinien verziertes, nahezu quadratisches Webbrettchen aus Knochen. Solche an den Ecken gelochten Scheiben dienten der Herstellung von schmalen Bändern oder Borten.

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