Flötentöne beim Alten Hauptkrankenhaus

2012 beim Alten Hauptkrankenhaus, Länge noch 13 cm
Fragment einer römischen Flöte, gefunden 2012 beim Alten Hauptkrankenhaus, Länge noch 13 cm
Darstellung eines Aulos-Spielers auf einer
Darstellung eines Aulos-Spielers auf einer griechischen Vase

Die Restaurierung der römischen Metallfunde, die Ende 2012 aus dem Lechkies beim Alten Hauptkrankenhaus geborgen wurden, bringt immer wieder Überraschendes ans Licht.
Aus etlichen unscheinbaren Fragmenten konnte nun ein Teil einer römischen Flöte zusammengesetzt werden – die bislang einzige in Bayern.
Sie bestand aus mehreren Bronzeblechhülsen und fein gedrechselten Röhren aus Knochen, die sich ineinanderstecken ließen. Die Tonhöhe war somit durch Verlängern bzw. Verkürzen variabel.
Von antiken Flöten (griech.: aulos; latein.: tibia) existieren zahlreiche zeitgenössische Abbildungen und Beschreibungen; Originalfunde sind dagegen sehr selten.
Die Töne erzeugte man mit einem oder zwei Rohrblättchen, ähnlich wie bei Klarinetten bzw. Oboen. Üblicherweise hielt der Spieler zwei unterschiedlich lange Röhren, jeweils mit einer Hand, und war somit in der Lage, zweistimmig zu spielen. Über das Öffnen bzw. Schließen von Löchern mit den Fingern bzw. durch Metallmanschetten und Wachspfropfen erreichten die Flöten einen beachtlichen Tonumfang und man konnte mit ihnen auch komplexe Melodien erzeugen.
Der unerwartete Neufund erlaubt uns einen kleinen Einblick in das musische Leben im römischen Augsburg.

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