Der Brückenkopf in Hochzoll: Eine Verschanzung zum Schutz der Reichsstadt

Bis weit in das 19. Jahrhundert konnte man den Lech bei Augsburg nur auf zwei Brücken überqueren: Die nördliche führte nach Lechhausen, die südliche nach Friedberg.
Letztere ist erstmals um 1030 urkundlich erwähnt und war im Besitz des Klosters St. Ulrich und Afra. Auf Karten des frühen 19. Jahrhunderts sind auf der Ostseite der Brücke imposante Verschanzungsanlagen verzeichnet, die den Übergang militärisch absicherten. Sie wurden vermutlich im Verlauf des dreißigjährigen Krieges oder im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs 1703/4 angelegt. Die äußere Verschanzung mit einer Gesamtlänge von 950 m umfasste eine dreieckige Fläche, sie wies an ihrer Ostspitze eine fünfeckige vorspringende Bastion auf, die den Durchgang der Straße deckte. Im inneren lag eine stumpf fünfeckige Wall-Graben-Befestigung mit 430 m Gesamtlänge.
Nach dem Anschluss Augsburgs an Bayern hatte die Befestigung ihre militärische Bedeutung verloren. Die Schanzen wurden eingeebnet und von den Eisenbahnanlagen und der rasch wachsenden Siedlung Hochzoll überbaut, so dass heute im Gelände keine Reste mehr zu erkennen sind.
Bei einer archäologischen Untersuchung im Herbst 2017 konnten nun erstmals Teile der äußeren Befestigungsanlage in Form von drei gestaffelten Gräben aufgedeckt werden.

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